126. Die „Oberösterreichischen Heimat-blätter“ berichten im Heft 1 / 1989
Der Totenschild des Freiherrn zu Egg und Hungersbach in der Pfarrkirche zu Schörfling am Attersee
Bei den Germanen war es üblich, den toten Krieger mit seinen Waffen zu begraben bzw. die Waffen beim Grabe aufzuhängen. 1m Mittelalter wurde es Sitte, bei den Grabstätten der Adeligen in den Kirchen oder Grabkapellen anstatt der Waffen einen sogenannten hölzernen Totenschild an die Wand zu hängen. Um 1400 änderte sich die Form des Totenschildes vom Kampfschild zu einer Scheibe, in deren Mitte das Vollwappen mit Schild, Helm, Helmzier und Helmdecken prangt. Um das Wappen läuft die Schrift mit dem Hinweis, wer hier begraben liegt und wann er gestorben ist. Die Gestaltung der Totenschilde unterlag dem Zeitstil. Es bürgerte sich z. B. zur Zeit der Renaissance ein, die Scheibe mit einem geschnitzten Lorbeerkranz oder einem Kranz mit Früchten und Laubwerk zu bereichern.


